Seit 25 Jahren stellt sich der Verein invita und St. Bernhard in Engelhartszell in den Dienst der guten Sache. Gegründet wurde er auf Initiative des damaligen Bürgermeisters Friedrich Bernhofer, der dem Verein fast 20 Jahre als Obmann vorstand. Man wollte die Akzeptanz der Bevölkerung für einen Neubau des damaligen Wohn- und Betreuungszentrums St. Bernhard, das mit 1. Jänner 1997 unter der Führung von Caritas invita den Betrieb aufnahm, erreichen.
„Es war ein Pilotprojekt, das Betreuungsplätze für 50 Menschen mit Behinderungen und für 30 Menschen, die im Alter Pflege benötigen, unter einem Dach vereint“, schildert Friedrich Bernhofer. Ein Benefiz-Konzert brachte dem Verein 5.000 Euro Startkapital ein. Rund 175.000 Euro konnten in den vergangenen 25 Jahren ausschließlich durch Vereinsaktivitäten und Mitgliedsbeiträge aufgebracht werden.
Berührungsängste abbauen und Inklusion leben
Berührungsängste abzubauen und miteinander ins Gespräch zu kommen, Inklusion zu leben und sich um Toleranz zu bemühen, sind seit Beginn zentrale Aufgaben des Vereins. Das gelingt durch Freizeitaktivitäten, die durch die finanzielle Unterstützung des Vereins ermöglicht werden.
Etabliert haben sich gesellige Musiknachmittage bei Kaffee und Kuchen, Ausflüge, Fahrten mit Tandem-E-Bikes und vor allem die Veranstaltung am 1. Adventsonntag. Diese jährt sich zum 20. Mal und wird heuer am 29. November als „Stiller Gang in den Advent“ von 10 bis 16 Uhr in Stiftskirche und Innenhof des Stifts über die Bühne gehen.
Musik spielt eine zentrale Rolle
Zudem wird im Verein Musik großgeschrieben. Es gibt nicht nur regelmäßig Musiknachmittage, sondern sogar Musikunterricht am Caritas-invita-Standort in Engelhartszell. 2010 entstand die Gruppe „Musica invita“, bei der Menschen mit und ohne Beeinträchtigung miteinander musizieren. Und 2020 startete das TheaterINNklusiv, das jährlich bei Aufführungen mehr als 1.000 Besucher*innen anlockt. Derzeit steht die Finanzierung aber in Schwebe.
Seit 13. September 2020 führt Walter Zauner, Direktor der Landesmusikschule Münzkirchen, die Geschicke des Vereins. Zusätzlich zum 14-köpfigen Vorstand sind seitdem auch rund 20 Helfer*innen bei diversen Veranstaltungen tätig.
Ein großes Dankeschön an die beiden bisherigen Obmänner und die ehrenamtlichen Akteur*innen des Vereins für die jahrzehntelange Unterstützung.
