© Norbert Kniat / Hintergrund teilweise mit KI erstellt

Elisabethsammlung 2026

Armut beginnt, bevor man sie sieht.

Der Mann wühlt im Mülleimer vor dem Supermarkt. Die Frau beugt sich tief in die gelbe Tonne. Sie suchen nach Pfandflaschen. Weil für sie jeder Cent zählt. Bilder wie diese kennen wir. Sie sind allgegenwärtig. Es sind Bilder der Armut. 

Doch die Armut beginnt nicht hier. Sie beginnt nicht auf der Straße. Sie beginnt oft mit der Angst vor der nächsten Rechnung. Mit der Frage, ob sich die Miete auch im nächsten Monat noch ausgehen wird. Mit dem Verzicht auf die Heizung, damit das Geld fürs Essen reicht. Mit der aufkommenden Einsamkeit, weil das Geld für das Hobby oder den Kinobesuch mit Freunden eben nicht mehr reicht. 

Diese Sorgen belasten viele Menschen in Österreich. Zu viele. 261.000 Menschen leben in absoluter Armut. Zusätzlich ist fast jede*r Fünfte – armuts- oder ausgrenzungsgefährdet.  – das ist der höchste Wert, seit er gemessen wird. Viele davon auch mit Job. 

Denn Armut ist kein Schicksal und sie entsteht selten durch eine einzelne Ursache. Vielmehr ist es die anhaltende Teuerung, die lebensnotwendige Produkte immer unerschwinglicher macht. Ganz besonders die massiv gestiegenen Kosten fürs Wohnen bringen die Menschen an ihre Grenzen. Monat für Monat. Rechnung für Rechnung. 

Ungewisse Aussicht: Winter ohne Wärme

Der Winter spitzt die Situation noch weiter zu: Die enorm gestiegenen Energiepreise lassen zusätzlich die Heizkosten explodieren. Jeder achte Haushalt in Österreich kann die Energiekosten mit dem vorhandenen Einkommen kaum mehr bezahlen oder muss den Energieverbrauch überhaupt stark einschränken. Also zum Beispiel die Heizung zurückdrehen. Bei Minusgraden. 

Bleiben Wohnungen kalt und Rechnungen trotzdem offen, droht im schlimmsten Fall Obdachlosigkeit. Ein Leben auf der Straße ist nämlich die gravierendste Folge - und gleichzeitig sichtbarste Form - der Armut. Und es ist der Zeitpunkt, an dem der Winter vom finanziellen zum lebensbedrohlichen Risiko wird. 

Deshalb braucht es dringend leistbaren Wohnraum. Es braucht Maßnahmen gegen Energiearmut. Es braucht einen armutsfesten Sozialstaat, der soziale Sicherheit stärkt und nicht auf dem Rücken der Ärmsten kürzt. Denn wenn Menschen, die ohnehin kaum Spielraum haben, weiter unter Druck geraten, entstehen langfristig Folgen. Für Gesundheit, Wohnen, Arbeit und unseren gesellschaftlichen Zusammenhalt. Wir müssen Armut verhindern, bevor sie entsteht, sie auffangen, bevor sie eskaliert und sie nachhaltig zurückdrängen.

Deshalb finden wir: Wohnen darf kein Luxus sein. Weil Wohnen mehr ist als ein Dach über dem Kopf. Wohnen bedeutet Sicherheit, Wärme und Schutz - Grundbedürfnisse, die jedem Menschen zustehen. Und die Basis, auf der ein lebenswertes Leben überhaupt erst möglich ist. Weil Leben mehr ist als Überleben. Dafür setzen wir uns ein. Für eine gute Zukunft – für alle. 

 

So hilft die Caritas in Oberösterreich:

Bis sich Menschen an die Caritas wenden, haben sie schon vieles versucht. Oft ist es kein leichter Schritt, doch egal warum jemand in Not geraten ist, die Caritas ist da. In unseren 15 Sozialberatungsstellen, dem Haus für Mutter und Kind und dem Krisenwohnen, Tageszentren sowie mit vielen anderen Leistungen helfen wir Menschen dabei, ihre Existenz zu sichern.

  • Wir helfen armutsbetroffenen und -gefährdeten Menschen beim Bezahlen von Mietrückständen, Heiz- und Stromrechnungen - mit Beratung und Einmalzahlungen. Es ist uns ein Anliegen, dass Niedrigverdiener*innen erst gar nicht in die Armutsspirale kommen.
     
  • Wir helfen armutsbetroffenen Frauen, sich und ihre Kinder versorgen zu können. In unserem Haus für Mutter und Kind und in unseren Krisenwohnungen erhalten Frauen und Kinder eine warme und sichere Unterkunft, Beratung, Babynahrung, Windeln und warme Kleidung für den Winter.
     
  • Wir helfen Menschen, die sich Nahrungsmittel nicht mehr leisten können. In Caritas-Sozialberatungsstellen geben wir Lebensmittelgutscheine aus und versorgen im Tageszentrum Wärmestube obdachlose und armutsbetroffene Menschen mit warmen Mahlzeiten.
     
Das bewirkt Ihre Spende:
  • Mit 35 Euro schenken Sie obdachlosen Menschen in der Wärmestube in Linz warme Mahlzeiten.
     
  • Mit 40 Euro erhalten Jungfamilien und Alleinerzieherinnen in finanziellen Notlagen Gutscheine für Windeln und Babynahrung in Caritas-Beratungsstellen.
     
  • Mit 50 Euro ermöglichen Sie armutsbetroffenen Menschen Lebensmittelgutscheine – damit der Kühlschrank am Monatsende nicht leer bleibt.
     
  • Mit 100 Euro helfen Sie, dass Menschen, die in ihrer Not in die Beratungsstellen der Caritas kommen, ihre Wohnung heizen können, weil ein Teil der Heizkosten übernommen wird.

Gemeinsam mit Ihrer Pfarre können wir durch die Elisabethsammlung dafür sorgen, dass möglichst niemand in unserem Land im kommenden Winter frieren muss, dass Kühlschränke nicht leer und Heizkörper nicht kalt bleiben – und dass Frauen und Kinder echte Chancen auf eine bessere Zukunft haben.

Materialien zur Elisabethsammlung

Spendenkonto
  • Caritas Oberösterreich
  • BANK: RLB OÖ
  • IBAN: AT203400000001245000
  • BIC: RZOOAT2L