Porträt Edith Bürgler-Scheubmayr, Vorständin; Frau mit längeren dunklen Haaren.

© Daniela Koeppl HR

Caritas OÖ stellt klar: Muttertag bleibt fester Bestandteil im Kindergarten

Die Caritas Oberösterreich stellt klar: Der Muttertag ist und bleibt ein wichtiger Bestandteil des Kindergartenalltags und hat für viele Familien große Bedeutung. Es ist bedauerlich, dass der sensible Umgang mit den Bedürfnissen von Kindern in diesem Zusammenhang instrumentalisiert und zu einer Empörungskampagne zugespitzt wird.

„Uns ist der Muttertag in seiner kulturellen und gesellschaftlichen Bedeutung sowie der damit verbundenen Wertschätzung für die Familie sehr wichtig. Es geht nicht darum, Traditionen abzuschaffen, sondern darum, wie Kinder Wertschätzung ausdrücken können“, sagt Edith Bürgler-Scheubmayr, Vorständin der Caritas OÖ.

Es geht um Wertschätzung

Gleichzeitig ist unser Alltag im Kindergarten davon geprägt, dass Kinder in unterschiedlichen familiären Konstellationen aufwachsen – bei Eltern, Alleinerziehenden, Großeltern, Pflegefamilien oder anderen Bezugspersonen. Diese Realität berücksichtigen wir in unserer pädagogischen Bildungsarbeit. Kinder gestalten selbstverständlich weiterhin Geschenke und Beiträge rund um Mutter- und Vatertag. Dazu gehören auch passende Gedichte und Lieder – für jene Menschen, die für die Kinder wichtig sind. Es geht um Wertschätzung

Dabei geht es jedoch nicht nur um einheitliche Vorgaben oder das Auswendiglernen von Gedichten, sondern darum, dass Kinder lernen, ihre Wertschätzung auf ihre eigene Weise auszudrücken. „Nicht alle Kinder müssen zur gleichen Zeit das Gleiche auf die gleiche Weise tun. Wichtig ist, dass jedes Kind die Möglichkeit hat, Wertschätzung gegenüber den Menschen auszudrücken, die ihm wichtig sind – sei es die Mutter, der Vater, Großeltern oder andere Bezugspersonen“, so Bürgler-Scheubmayr.

Mehr Möglichkeiten für Kinder

Unser Ziel ist es, dass alle Kinder gut teilnehmen können und sich in solchen Anlässen wiederfinden – ohne Druck und ohne in innere Konflikte zu geraten. Kinder sollen entscheiden dürfen, wem sie Dankbarkeit und Zuneigung zeigen möchten. Es geht der Caritas nicht darum, Traditionen abzuschaffen, sondern sie bewusst weiterzuentwickeln, damit sie für alle Kinder gut erlebbar bleiben – und Kinder Wertschätzung auf ihre eigene Weise ausdrücken können.