Wie kann die Betreuung schwerkranker Menschen beim Übergang vom Krankenhaus nach Hause noch besser gelingen? Mit dieser Frage beschäftigten sich kürzlich Expert*innen der Palliative Care aus dem Linzer Raum beim ersten gemeinsamen Austauschtreffen im Mobilen Hospiz Palliative Care der Caritas OÖ.
Bei sommerlichen Temperaturen kamen Palliativmediziner*innen der Krankenhäuser, Stationsleitungen, eine Vertreterin des Roten Kreuzes, Palliativkonsiliardienste sowie das Mobile Hospiz- und Palliativteam der Caritas OÖ erstmals in dieser Konstellation zusammen. Unter dem Motto „Ein zartes Pflänzchen wachsen lassen – Samen säen“ stand das persönliche Kennenlernen ebenso im Mittelpunkt wie die Verbesserung der Zusammenarbeit an der wichtigen Schnittstelle zwischen Krankenhaus und mobiler Palliativversorgung.
Gemeinsam wurden konkrete Maßnahmen vereinbart, um die Versorgung von Patient*innen weiter zu verbessern. So sollen künftig bei der Entlassung aus dem Krankenhaus notwendige Medikamente vorausschauend verordnet werden, damit die mobilen Palliativteams die Betreuung ohne Verzögerung übernehmen können. Außerdem wird ein einheitliches Überleitungsformular für Krankenhäuser entwickelt, das den standardisierten Informationsaustausch erleichtert. Auch telemedizinische Möglichkeiten sollen genutzt werden. Ergänzend werden die mobilen Palliativteams künftig strukturierte Rückmeldungen an die Palliativstationen geben, wenn eine stationäre Aufnahme bevorsteht.
Von einer engen Zusammenarbeit profitieren alle Beteiligten
Patient*innen erleben eine durchgängige Betreuung und eine bessere Symptomkontrolle, viele können länger in ihrer vertrauten Umgebung bleiben und unnötige Krankenhausaufenthalte werden vermieden. Gleichzeitig erhalten Angehörige mehr Unterstützung und Beratung, während Krankenhäuser und mobile Teams ihre Expertise noch besser miteinander vernetzen können.
Das erste Austauschtreffen bildet den Auftakt für einen regelmäßigen fachlichen Dialog. Das nächste Treffen ist bereits für November im Kepler Universitätsklinikum unter der Leitung von OA Gerhard Hochreiner geplant. Ziel ist es, die Zusammenarbeit kontinuierlich weiterzuentwickeln – zum Wohl der Patient*innen und ihrer Angehörigen.
