Eigenwillig, eigensinnig, einzigartig: Bei den landesweiten „Tagen der offenen Ateliers“ am Samstag, 17. und Sonntag, 18. Oktober öffnet der Caritas-Hartlauerhof jeweils von 10 bis 16 Uhr die Türen zu Werkstatt und Schauraum in Asten, Bahnhofstraße 29. Ehemals wohnungslosen Männer gestalten aus scheinbar „wertlosen“ Materialien originelle Möbel und Dekorationen, die es zu bewundern und erwerben gibt.
Aus alten Fassdauben werden Leuchtobjekte, aus Paletten entstehen Möbel. Holz und Metall nehmen die Form filigraner Skulpturen an. In der Werkstatt des Hartlauerhofs steckt selbst in ausrangierten Materialien noch eine Idee: Die Männer verwandeln sie unter künstlerischer Anleitung in handgefertigte Unikate – mit Fantasie, Ausdauer und handwerklichem Geschick.
Ob Wildholzmöbel, Deko-Vögel oder kleine Mitbringsel: Die Werkstücke laden dazu ein, genauer hinzuschauen. Was andernorts aussortiert wird, bekommt hier eine neue Aufgabe und einen ganz eigenen Charakter. Wer ein besonderes Geschenk oder ein ungewöhnliches Stück für das eigene Zuhause sucht, kann in Werkstatt und Schauraum stöbern und seine Entdeckung gleich mitnehmen.
Kreativität entfalten, Selbstvertrauen stärken
Hinter den Werkstücken stehen Menschen mit unterschiedlichen Lebenswegen. Die meisten Männer haben noch vor nicht allzu langer Zeit ohne ein eigenes Zuhause gelebt. Am Hartlauerhof finden sie einen Ort zum Wohnen, eine Beschäftigung in der Werkstatt und Unterstützung für ihren weiteren Weg.
Lia Cozmuta, Leiterin des Hartlauerhofs, erklärt: „Von den Caritas-Mitarbeiter*innen werden sie dabei unterstützt, ihr Leben wieder selbst in die Hand zu nehmen. Dass die Männer in der Werkstatt ihre Kreativität ausleben können und gefragte Produkte entstehen, verleiht ihnen einen neuen Selbstwert und neues Selbstbewusstsein.“
Bei den „Tagen der offenen Ateliers“ können Besucher*innen die Werkstücke und die Menschen dahinter kennenlernen. Und zwischen Entdecken und Stöbern bleibt Zeit für Gespräche – bei Saft, Kaffee und Selbstgemachtem aus Küche und Garten.
