Langjähriges Engagement und kontinuierliche Arbeit für die Rechte und Selbstbestimmung von Sexarbeiter*innen wird gewürdigt
Seit 2012 würdigt die Stadt Linz alljährlich herausragendes frauenpolitisches Engagement. Heuer geht der mit 5.000 Euro dotierte Frauenpreis an die Caritas Beratungsstelle LENA für Menschen, die in der Sexarbeit tätig sind bzw. waren.
Die prämierte Kampagne nutzt Visitenkarten mit dem Slogan „Alles, was Spaß macht“, die an Kunden verteilt werden. Diese Karten erwecken zunächst den Eindruck, dass ungeschützter Sex möglich sei. Wählt man jedoch die angegebene Telefonnummer, wird man mit einer Mailbox verbunden, die ein fiktives Gespräch zwischen einer Sexarbeiterin und einem Kunden wiedergibt. In diesem Hörspiel versucht der Kunde, die Sexarbeiterin zu überreden, auf ein Kondom zu verzichten, während sie ihre Entscheidung für geschützten Sex argumentiert. Der Jingle endet mit einem Hinweis auf das kostenlose und anonyme Test- und Beratungsangebot der Aidshilfe OÖ.
Die Kampagne sensibilisiert Kunden für ihre Verantwortung bei der Prävention von sexuell übertragbaren Krankheiten und HIV. Sie trägt wesentlich zur Gesundheitsförderung innerhalb der Szene und der Gesellschaft bei.
„Sexarbeiter*innen sind in besonderem Maß von Stigmatisierung, Gewalt und Kriminalisierung betroffen. Ihre Arbeit macht sie vulnerabel für sexuell übertragbare Infektionen sowie HIV. Mit der Kampagne werden Kunden angesprochen und informiert, dass sie Verantwortung für Safer Sex tragen und übernehmen müssen. Über diese Initiative hinaus wird das LENA-Team um Elke Welser insbesondere dafür ausgezeichnet, dass sie beharrlich und gemeinsam mit Sexarbeiter*innen gegen Stigmatisierung und für Rechte und Selbstbestimmung kämpfen“ betont Frauenstadträtin Mag.a Eva Schobesberger.
Verleihung des Frauenpreises
Die Verleihung des Frauenpreises findet im Rahmen der festlichen Veranstaltung „talk
of fem“ am Donnerstag, 26. Februar um 19 Uhr im Alten Rathaus statt.
