Auf besondere Art und Weise berührte der Film „Mit Ästen bis zum Himmel“ das Premieren-Publikum im Linzer Moviemento. Im Anschluss gab es ein Gespräch mit Beteiligung der Inklusiven Redaktion. Der Film ist eine gute Möglichkeit, vieles über Menschen mit Sehbeeinträchtigung zu erfahren.
Der Film ist eine Dokumentation und berichtet über den Alltag von Schüler*innen mit Sehbeeinträchtigungen in einer Wiener Schule. Er zeigt verschiedene Erfahrungen und Lebenssituationen von Menschen mit Sehbeeinträchtigungen und blinden Menschen.
Nach dem Film gab es ein Filmgespräch. Das Gespräch wurde von Michael Wilhelm, Redakteur der Inklusiven Redaktion der Caritas OÖ moderiert.
Zuschauer konnten Lehrmethode intensiv miterleben
„Die einfühlsame Begleitung der Kinder zeigte, wie sich blinde und sehbeeinträchtigte Kinder die Welt über das Hören und taktile Erfahrungen auf ihre ganz spezielle Art und Weise erschließen“, schildert Karin Kapeller:
„Sehr intensiv konnte man beinahe miterleben, wie der blinde Pädagoge Juan Ruiz die Kinder und Jugendlichen dazu ermutigt, ihr Gehör für die Raum- und Umgebungswahrnehmung zu schulen. Er hat ihnen dabei auch viel Mut und Selbstvertrauen vermittelt. Der Film zeigt, wie man blinde Kinder speziell fördern kann. Das brachte die sehenden Blindenpädagogen zum Staunen.
Filmtitel wegen des Bezugs zur Natur
Beim Gespräch dabei waren Bettina Blickwede, Editorin des Films, und Karin Kapeller, Hortpädagogin im Kompetenzzentrum für Hör- und Sehbildung der Caritas Oberösterreich. Bettina Blickwede brachte viele interessante Informationen wie der Film entstanden ist.
Der Filmtitel entstand durch den Bezug zur Natur, der in mehreren Bildaufnahmen zu sehen ist. Moderator Michael Wilhelm stellte unter anderem die Frage, ob Sehende in der Lage wären, die gleichen Fähigkeiten wie blinde Menschen zu erlernen.
Durch den Film und das anschließende Gespräch konnten unterschiedliche Sichtweisen kennengelernt werden. Das Gespräch war sehr spannend und informativ. Auch das Inklusive Redaktionsteam war gut vertreten. Markus Moser, Redakteur der Inklusiven Redaktion und selbst sehbeeinträchtigt, teilte seine Erfahrungen mit dem Publikum.
Wir empfehlen den Film für Schulen oder alle, die einen Einblick in das Leben von sehbeeinträchtigen Menschen bekommen möchten.
