Nachhaltigkeit liegt der CARLA im Blut. Dass Waren im Kreislauf bleiben und nicht im Müll landen – dafür steht Second Hand schon per Definition. Doch Leiterin Katharina Forstinger wollte genauer wissen, wie es um die ökologische Bilanz der Linzer CARLA steht. Deshalb bewarb sie sich als Klimabündnis-Partnerin und unterzog sich dem Klima-Check.
Nachhaltigkeit ist für mich …
…ein ganz grundsätzlicher Kernwert der CARLA. Wir arbeiten in der Kreislaufwirtschaft und tragen wesentlich dazu bei, Ressourcen zu sparen und Neuproduktion zu vermeiden. Alleine in den CARLAs haben wir im letzten Jahr fast 70 Tonnen an Altwaren angenommen und direkt vor Ort wieder ausgegeben.
Für den Klima-Check habe ich mich entschieden …
…um auch die Aspekte zu evaluieren, die über die Kreislaufwirtschaft hinausgehen. Gleichzeitig ist die Partnerschaft mit dem Klimabündnis eine Auszeichnung für uns.
Beim Klima-Check wird zunächst der Status Quo erhoben: der Energiebedarf im Haus, die Höhe des CO2-Ausstoßes beim gewählten Stromanbieter, die Mobilität. Innerhalb von zwei bis fünf Jahren gilt es Maßnahmen zur Verbesserung umzusetzen.
Schwierig war …
…den CO2-Ausstoß zu berechnen und die Energiekennzahlen zu überblicken. Zum Glück übernimmt diese Arbeit die Beraterin des Klimabündnis anhand der Stromabrechnung und übernimmt auch die Auswertung.
Überrascht hat mich …
…dass die Anfahrtswege zur Arbeit mehr CO2-Äquivalente verursachen als unser jährlicher Fernwärme-Bedarf. Und das, obwohl nur ein, zwei Personen mit dem Auto in die Arbeit kommen. Das ist sogar ganz typisch: Die Mobilität stellt bei den meisten Unternehmen einen Großteil der Klimabelastungen dar.
Mir hat das schwarz auf weiß gezeigt, wie groß der Hebel für die einzelne Person ist: Jede*r kann mit der eigenen Mobilität wirklich sehr große Mengen an CO2 einsparen.
Auch auf die Analyseergebnisse unserer betrieblichen Fahrten sind wir sehr stolz: Diese legen wir entweder mit öffentlichen Verkehrsmitteln oder einem Pool-Auto zurück. Besonders umweltfreundlich erfolgt die Anlieferung unserer Kuchen und Snacks, nämlich per Fahrradbote.
Mein persönliches Learning:
Die CARLA Linz hat eine recht positive Energiebilanz aufzuweisen. Einen vergleichsweise hohen Stromverbrauch haben wir nur durch unsere Kühlgeräte im Gastrobereich. Auch die Kaffeemaschine ist ein großer Kostenfaktor. Hier empfiehlt es sich, vor der Anschaffung genauer hinzuschauen, wie groß der Bedarf ist und passgenaue Lösungen zu finden. Jetzt ist alles fix verbaut und unser einziger Handlungsspielraum ist nun, alles gut zu warten und regelmäßig abzutauen.
Mein Tipp für nachhaltig Interessierte:
Ich kann den Klima-Check für alle empfehlen, denen Klimaschutz und Energiesparen am Herzen liegt. Es ist nicht viel Aufwand – und man bekommt einen sehr guten Überblick über die eigenen Stellschrauben.
