Armut in der Krise

Armut kann jeden und jede treffen

Kurzarbeit, Home-Schooling, Jobverlust – die Corona-Krise hat auch Menschen in Notlagen gebracht, die zuvor noch nie von Armut bedroht waren.

Die letzten Monate waren für uns alle eine große Herausforderung. Doch es gibt Menschen, die es besonders trifft. Menschen, die nicht mehr wissen, wie sie über die Runden kommen sollen. Das zeigt sich zum Beispiel auch an unseren 12 Sozialberatungsstellen in Oberösterreich: durchschnittlich sind ein Drittel mehr Unterstützungsansuchen eingegangen als im Vergleich zum Vorjahr. 

Viele Menschen sahen sich gezwungen zum ersten Mal zur Caritas zu gehen. Menschen, die sich etwas aufgebaut hatten, EinzelunternehmerInnen, AlleinerzieherInnen oder jene, die in einer Branche arbeiten, die besonders von der Krise betroffen ist.

Unser Grundsatz hat sich während der Krise nicht verändert, er ist sogar noch stärker denn je. Wenn es nicht mehr weitergeht und niemand mehr da ist, um zu helfen, dann hilft die Caritas. 

€ 25,–

Hygienepaket mit den wichtigsten Dingen

€ 50,–

Unterstützung beim Heizen

€ 100,–

Lebensmittel für eine Woche

In der Caritas Wärmestube

ein Rückzugsort für obdachlose Menschen

Im Tageszentrum Wärmestube finden Personen mit finanziellen, psychischen und/oder sozialen Problemen eine Anlaufstelle.

Unterhalten, Kaffee trinken, mit den Leuten reden....einfach nicht alleine sein.

Wolfgang,
Besucher der Wärmestube

Das erste Mal bin ich mit der Wärmestube in Kontakt gekommen, wie ich zurückgekommen bin von Salzburg, weil ich momentan keine Wohnung gehabt habe. Und dann habe ich gesagt, ok, billiges Essen, da kann ich mich duschen gehen - und seitdem komme ich regelmäßig her.

Manfred,
Besucher der Wärmestube

Das Tageszentrum FRIDA

öffnet seine Türen

FRIDA schafft Raum für wohnungslose und von Wohnungslosigkeit bedrohte Frauen.

Auf der Straße ist es natürlich speziell schwierig für Frauen, weil sie dort eher von Gewalt betroffen sind, eher von Übergriffigkeiten betroffen sind, als Männer.

Christine Ortner,
Sozialarbeiterin in der FRIDA

Wer ist von Armut betroffen?

Vor allem Menschen, die auch während guter Wirtschaftslagen armutsgefährdet sind, haben es jetzt besonders schwer, einen Job zu finden und ihre Fixkosten zu zahlen. Dazu gehören:

  • Jugendliche und GeringverdienerInnen
  • Frauen in Berufen, die besonders von der Krise betroffen sind: zum Beispiel im Tourismus, in der Gastronomie, im Handel oder in Dienstleitungsbetrieben wie z.B. Frisiersalons.
  • Ältere Personen (50+) und Menschen mit Behinderungen: für sie wird die Arbeitssuche nun noch herausfordernder als sonst.
  • Menschen, die bereits vor der Krise armutsgefährdet waren: AlleinerzieherInnen, obdachlose Menschen, MindestpensionistInnen

So sieht unsere konkrete Hilfe aus

Mit Ihrer Unterstützung können wir zum einen armutsbetroffenen Menschen helfen, die schon vor Corona zu wenig hatten. Sie haben nun noch weniger. Hier geht es um das Notwendigste: Existenzsicherung, Lebensmittelhilfe, Energieversorgung, Wohnungssicherung.

Zum anderen sind wir da für jene Menschen, die nie auf Hilfe der Caritas angewiesen waren und durch die Pandemie in Not geraten. Sie brauchen jetzt Hilfe, um über diese Zeit zu kommen und einen Neustart zu schaffen.

Armut in OÖ