Einen Maibaum zu stehlen, gehört im Innviertel praktisch zum guten Ton. Das haben sich auch sechs Mitarbeiter*innen und Zivildiener vom Caritas invita Standort Ried gedacht, als sie das kleine Bäumchen in der Nachbarschaft erblickt haben. „Rädelsführerin“ Stefanie Hauer hatte die Idee, dem angrenzenden Wohnhaus der Volkshilfe das etwa vier Meter lange Stück kurzerhand zu entwenden.
Sie beobachtete zunächst, ob die Luft rein ist. Dann kletterten die Zivildiener Lukas Wimmer und Alexander Mitter über den Zaun und holten sich den Baum. In Empfang genommen wurde er von den Mitarbeiter*innen Pamela Geyerhofer und Raphael Gadringer. Auch Stiftungspraktikant Hans-Jörg Lindstädt war mit von der Partie.
Damit die Mitarbeiter*innen der Volkshilfe nicht lange suchen mussten, wurde eine Nachricht hinterlassen: „Mia von da Caritas san hoid a ned bled, guad, dass da Baum nu ned steht, und wia ma sieht, hom mia den Baum scho griagt!“ Mit einer kleinen Jause wurde der Maibaum wieder ausgelöst. Die spontane Aktion hat der guten Nachbarschaft – vor einem Jahr wurden die beiden Häuser bezogen – keinen Abbruch getan, im Gegenteil sie hat sie sogar intensiviert.
