Viele Menschen auf einer Bühne

Barrierefreiheit, Vielfalt und die Buntheit der Gesellschaft standen beim zweiten Inklusionstag in Linz im Zentrum. © Stadt Linz

Inklusionstag: Barrieren brechen, Chancen schaffen

Unter dem Motto „Leben = Barrieren brechen, Chancen schaffen“ stand das Neue Rathaus am Mittwoch, 14. Oktober, ganz im Zeichen der Inklusion. Der zweite Linzer Inklusionstag brachte Menschen mit und ohne Beeinträchtigungen zusammen.

Mehr als 30 Info-, Aktions- und Verkaufsstände sowie 16 Workshops wurden geboten. Auch die Caritas Oberösterreich war mit einem breiten Angebot vertreten: von der psychologischen Beratung über die Inklusionsberatung und Angebote von Caritas invita bis zu zahlreichen Workshops.

Inklusion beginnt im Kopf 

Für die youngCaritas ging es in einem Workshop um „(K)eine Frage der Behinderung – Inklusion beginnt im Kopf“. Markus Moser, Mitglied der Inklusiven Redaktion der Caritas, begeisterte Schüler mit seinen Scherenschnitt-Künsten. Das Theater INNklusiv lud zu einem inspirierenden Musik- und Schauspielworkshop ein. Auch auf der Bühne brachten die Projektverantwortlichen Kajsa Boström und Klaus Messner richtig Schwung in das – vorwiegend junge Publikum. Im Show-Programm zeigten unter anderem die Jongliergruppe von St. Pius und musica invita auf. 

Alltägliche Barrieren wurden erfahrbar

Die Mitmachangebote machten alltägliche Barrieren erfahrbar und regten dazu an, die eigene Perspektive zu hinterfragen. Dazu zählten der Sinneswechsel-Stand und virtuelle Einblicke mittels VR-Brille. Gesundheitsangebote wie Seh- und Hörscreenings, Para-Boccia, therapeutisches Boxen sowie Workshops zu unterstützter Kommunikation, Gebärdensprache, Glück oder Autismus – zeigten Möglichkeiten der Gesundheitsförderung und Bewegung auf. 

Gleichberechtigte Teilhabe noch keine Selbstverständlichkeit

„Für viele Menschen mit Beeinträchtigungen ist gleichberechtigte Teilhabe immer noch keine Selbstverständlichkeit. Fehlende Barrierefreiheit, mangelnde Unterstützung und Vorurteile erschweren ihren Alltag und schränken ihre Selbstbestimmung ein. Der Inklusionstag macht deutlich, dass Inklusion nicht nur ein Ziel, sondern eine gemeinsame Aufgabe ist, an der wir kontinuierlich arbeiten müssen“, sagte Sozialreferentin Vizebürgermeisterin Karin Leitner. Um das gegenseitige Verständnis von Menschen mit und ohne Behinderung ging es Gesundheitsstadtrat Michael Raml und Sozial-Landesrat Christian Dörfel. 

Der zweite Linzer Inklusionstag bot neben zahlreichen Mitmachangeboten auch Raum, um über bestehende Barrieren und konkrete Herausforderungen im Alltag zu sprechen. Themen wie persönliche Assistenz, selbstbestimmtes Leben und der Zugang zum Arbeitsmarkt zeigten, dass gleichberechtigte Teilhabe weit über bauliche Barrierefreiheit hinausgeht.