Ein außergewöhnliches Fest wurde Mitte Mai am Caritas-invita-Standort Ried gefeiert. Brigitte (62) und Thomas (65), die bis vor kurzem in diesem Wohnhaus für Menschen mit psychischen Beeinträchtigungen gelebt haben, feierten Hochzeit. Bei strahlendem Sonnenschein ging die Segnungsfeier, die Pastoralassistent Johannes Weilhartner hielt, im Garten über die Bühne.
Nicht nur das Brautpaar war zu Tränen gerührt, sondern auch etliche Gäste – Brigittes Tochter, Bewohner*innen und Caritas-Mitarbeiter*innen. Martina Stampfer, die den Großteil der Vorbereitungen, darunter auch das weiße Brautkleid organisiert hatte, sorgte zudem für die musikalische Umrahmung. Die Caritas-Mitarbeiterin bat zwei Freundinnen, Anja Lindert und Anna Friedl, sie gesanglich zu unterstützen.
Das Trio gab die Lieder „Glick“ von den Poxrucker Sisters, „Zam oid wearn“ von Edmund und „Nie mehr ohne di sein“ von den Seern zum Besten. Eine Bewohnerin vom Caritas-Standort in Pram, wo das Paar seit kurzem lebt, sagte zwei Gedichte auf. Neben kleinen Geschenken der Gäste, durfte sich die Hochzeitsgesellschaft über Partybrezeln, die von der Caritas gesponsert wurden, freuen. Die Hochzeitstorte wurde in Pram organisiert.
Liebe auf den ersten Blick
Für Thomas, der am Hochzeitstag auch seinen 65. Geburtstag feierte, war es Liebe auf den ersten Blick. Kennen gelernt haben sich die beiden vor Jahren bei B37. Als das Wohnhaus in Ried im Vorjahr eröffnet wurde, zogen sie dort gemeinsam ein. Dann verdichtete sich der Wunsch, ihre Liebe mit einer Segnungsfeier zu besiegeln. Die Caritas-Mitarbeiter*innen unterstützten sie bei allen Vorbereitungen.
„Eine Hochzeit ist auch für uns etwas sehr Außergewöhnliches. Wir haben im Dienst zusammengeholfen, dass sie neben der Alltagsarbeit gut verläuft. Die strahlenden Gesichter waren die Mühe wert“, schilderte Martina Stampfer. „Sehr gefreut“ hatte sich auch ihre junge Kollegin, Eda Bektas, die den ganz in blau-weiß gehaltenen Brautstrauß gefangen hatte.
