Gut eingelebt haben sich die 28 Bewohner*innen vom Haus 4 am Caritas-Standort St. Pius in Steegen/Peuerbach in ihren derzeitigen Wohnungen. Sie mussten Mitte August übersiedeln, weil ihr bisheriges Wohnhaus einer dringend notwendigen Innensanierung unterzogen wird. Das dreigeschossige Gebäude, das zwischen 1980 und 1982 errichtet wurde, entspricht in weiten Teilen nicht mehr den heutigen Anforderungen. Die Sanierungsarbeiten sind bereits voll im Gang.
Fünf Bewohner*innen sind am Standort in das Freizeithaus eingezogen, fünf in das Haus Mina und zwölf Personen haben vorübergehend im FraDomo, dem Seniorenheim in Feldkirchen – 32 Kilometer entfernt – eine Bleibe gefunden. Sie alle werden nach der zwölf- bis 14-monatigen Umbauzeit wieder ins Haus 4 zurückkehren. Vier Bewohner*innen sind schon jetzt in neue Wohngruppen integriert worden und werden auch künftig dort bleiben.
Abschlussfest im Sommer
Damit den Menschen mit Behinderungen, die zum Großteil als Jugendliche in das Haus 4 eingezogen sind, die Veränderungen leichter fallen, hat sich Hausleiterin Magdalena Baumgartner eine nette Geschichte ausgedacht. „Wir haben die Bewohner*innen gut darauf vorbereitet. Die Bewohner*innen wurden im Entscheidungsprozess, in welche Ersatzwohnungen sie übersiedeln möchten, einbezogen. Ich vergleiche es mit einer spannenden Abenteuerreise, die wir alle angetreten haben. Startschuss dafür war ein schönes Abschlussfest im Sommer mit einer Grillerei“, erzählt sie.
Weitere Anreise, dafür bereits neue Zimmer
„Natürlich war eine gewisse Wehmut bei den Bewohner*innen und auch den Mitarbeiter*innen dabei, aber mittlerweile überwiegt die Vorfreude auf das, was kommen wird. Wir haben versucht, die Zimmer in den Übergangsquartieren annähernd so einzurichten, wie es die Menschen gewohnt sind", sagt Baumgartner.
Die zwölf, die jetzt täglich einen weiteren Anfahrtsweg zur Werkstätte und den Freizeitmöglichkeiten in St. Pius haben, haben den Vorteil bereits in einem erst vor kurzem errichteten Neubau zu wohnen. Sie lernen neue Leute kennen und im Sommer wird die Nähe zu den Feldkirchner Badeseen interessant. Sie werden von ihren bisherigen Betreuer*innen begleitet und können wie bisher an allen Aktivitäten in St. Pius teilnehmen. Der Kontakt zu den bekannten Gesichtern ist durch die Arbeit in den Werkstätten und die monatlichen Extra-Treffen, die während der Umbauphase eingeführt wurden, gegeben.
Bewohner*innen in Umbaupläne voll eingebunden
Es versteht sich von selbst, dass die Bewohner*innen in die Umbaupläne eingebunden und laufend auf dem neuesten Stand gehalten werden. „Jetzt überwiegt bereits die Vorfreude. Denn es wird jede*r ein größeres Zimmer bekommen. Die einzelnen Wohngruppen erhalten moderne Sanitäranlagen, zudem wird ein auf modernstem Standard vollausgestattetes Pflegebad eingerichtet. Der Haupteingang wird barrierefrei und ein weiterer Lift eingebaut. Möglich wurde dieses wichtige Projekt durch eine Finanzierung des Landes Oberösterreich.
