Die Caritas OÖ bietet freitags, 6. November und 4. Dezember, von 9.30 bis 11 Uhr, kostenlose Gesprächsrunden für Eltern und Bezugspersonen von Kindern und Jugendlichen mit Beeinträchtigungen in St. Isidor in Leonding an. Begleitet von Caritas-Psychologin Lisa Meitner-Wagner können sich die Teilnehmenden über Herausforderungen im Familienalltag austauschen. Eine Anmeldung unter lisa.meitner-wagner(at)caritas-ooe.at oder 0676/ 8776 7267 ist erforderlich.
Der Alltag mit einem Kind mit Beeinträchtigungen bringt Eltern oft an ihre physischen und psychischen Grenzen. Zwischen Betreuung, familiären Verpflichtungen und den Bedürfnissen aller Familienmitglieder bleibt wenig Zeit, um selbst durchzuatmen. Manchmal kommen Sorgen, Erschöpfung oder Konflikte hinzu. Mit dem Projekt Meander stärkt die Caritas gezielt die seelische Gesundheit von Familien mit Kindern mit Beeinträchtigungen. Die Gesprächsrunden bieten Raum, um offen über Belastungen zu sprechen, Erfahrungen auszutauschen und gemeinsam neue Perspektiven zu entwickeln. Am 6. November steht der Umgang mit Gefühlen und Emotionen im Mittelpunkt, am 4. Dezember geht es um die Beziehung und das Zusammenleben von Geschwistern. Die Treffen finden in St. Isidor 13 in Leonding statt.
Mit den eigenen Sorgen nicht allein
„Viele Eltern haben das Gefühl, immer stark sein und alles alleine schaffen zu müssen. In der Gruppe erleben sie, dass andere ähnliche Sorgen und Herausforderungen kennen. Das entlastet und verbindet. Oft hilft schon das Wissen, mit seinen Gefühlen nicht allein zu sein. Und manchmal eröffnet die Erfahrung anderer Eltern einen ganz neuen Blick auf die eigene Situation“, sagt Lisa Meitner-Wagner, Klinische Psychologin und Gesundheitspsychologin im Caritas-Projekt Meander. Die Gesprächsrunden sollen Eltern ermutigen, auch auf ihre eigenen Bedürfnisse zu achten, Kraft zu schöpfen und den Familienalltag mit mehr Gelassenheit zu meistern.
Wie wertvoll dieser Austausch sein kann, beschreibt eine Mutter, die an der Gesprächsrunde teilgenommen hat: „Hier habe ich Kontakt mit anderen Müttern knüpfen können, die in einer ähnlichen Situation sind. Das hat mir das Gefühl gegeben, mit meinen Sorgen nicht alleine zu sein. Wir tauschen uns aus, hören einander zu und lernen voneinander.“
Aufgrund der begrenzten Teilnehmer*innenzahl ist eine Anmeldung erforderlich und wird bis zwei Tage vor dem jeweiligen Termin erbeten.
