Frau spiel Tennis

Silvia Hochmüller absolviert die letzten Trainingseinheiten vor den Nationalen Sommerspielen in Wien.

Special Olympics: Countdown läuft, Aufregung in St. Pius steigt

Während der Countdown für die Nationalen Sommerspiele der Special Olympics in Wien läuft, steigt die Aufregung und Nervosität bei den 32 Teilnehmer*innen der Sportgruppe St. Pius. Auch die zwölf Trainer*innen haben alle Hände voll zu tun, um die letzten Vorbereitungen zu treffen.

Am 25. Juni ist es dann so weit. Mit einer Eröffnungszeremonie wird das Ringen um Medaillen in 19 Sportarten eingeläutet. Etwa 1.900 Sportler*innen aus ganz Österreich, begleitet von 600 Trainer*innen und 800 freiwilligen Helfern, werden ihr Bestes geben. Die 32 Teilnehmer*innen der Caritas decken die Disziplinen Tennis, Tischtennis, Boccia, Stocksport und Schwimmen ab.

Hohe Erwartungshaltung 

Weil die Athlet*innen von St. Pius traditionell bei Wettkämpfen sehr gut abschneiden, ist die Erwartungshaltung entsprechend groß. „Viele unserer Sportler*innen sind auch sehr ehrgeizig und wollen aufs Podest“, schildert Patrick Oriold. So treten Sonja Königseder und Silvia Hochmüller, die in St. Pius in eine teilbetreute Zweierwohnung gezogen sind, im Tennis an. Silvia kommt aufgrund ihrer Kleinwüchsigkeit nicht so rasch über das Spielfeld, aber mit der richtigen Technik ist sie trotzdem voll dabei. In ihrer Disziplin wird das Tennisfeld größenmäßig halbiert.

Stockerlplatz im Visier

„Sonja war früher begeisterte Tischtennis-Spielerin. Nach einem unglücklichen Vorfall – sie ist bei einer Siegerehrung vom Stockerl gestürzt –, hat sie auf Tennis umgesattelt. Ihr Ehrgeiz zu gewinnen, ist aber ungebrochen und mit Hilfe traut sie sich mittlerweile auch wieder aufs Stockerl“, erzählt Trainer Patrick Oriold. „Skills“ nennt sich der Bewerb, bei dem sich Sonja Chancen ausrechnet. Sie muss dabei verschiedenste Tennis-Übungen meistern. Noch nicht einschätzen lässt sich, welche Auswirkungen Wetter und Sandplatz auf die Ergebnisse haben werden. Die beiden Sportlerinnen sind jedenfalls nicht nur gute Freundinnen, sondern auch schon wettkampferprobt. 

Erste Challenge: Anreise mit dem Zug 

Erstmals reist das Team mit dem Zug zu den Special Olympics an. Das große Gepäck wird mit Kleintransportern angeliefert. „Wir bereiten uns seit August 2025 intensiv vor. Eine echte Challenge war, für jede Sportlerin und jeden Sportler den Bedürfnissen entsprechend die richtigen Einstiegshilfen und Tickets zu bekommen“, erzählt der Trainer. Zudem musste er für den Bewerb erstmals alle Anmeldungen für die Athleten und Trainer online vornehmen. Eine sportliche Herausforderung schon vor den Wettkämpfen, die bis 30. Juni an mehreren Standorten in der Bundeshauptstadt über die Bühne gehen. Umso mehr freut sich auch der Sportverantwortliche darüber, wenn es endlich los geht.