Nachhaltigkeits-Entwicklungen der Caritas Oberösterreich

Nachhaltiges Handeln

Wir übernehmen Verantwortung für unser Handeln - sozial wie ökologisch. Denn auch zukünftige Generationen sollen die Möglichkeit auf ein erfülltes Leben haben.

Unser Umwelt-Leitbild

  • Wir setzen uns für ein ökologisch, sozial sowie marktwirtschaftlich nachhaltiges Wirtschaftssystem ein.
  • Wir achten im Einkauf auf eine regionale, ökologische, faire und soziale Wertschöfpungskette von der Produktion bis zum Endverbraucher/zur Endverbraucherin.
  • Wir führen in unseren Einrichtungen einen Umweltmanagementprozess ein und arbeiten an der kontinuierlichen Verbesserung unserer Umweltauswirkungen. Absolute Mindestanforderung ist, die gesetzlichen Normen einzuhalten.
  • Bei unseren Dienstfahrten geben wir wo immer möglich dem öffentlichen Verkehr den Vorzug und setzen Maßnahmen, um diesen Anteil zu steigern. Wir ermutigen unsere MitarbeiterInnen, öffentlich, per Rad oder zu Fuß in die Arbeit zu fahren.
  • Interne und öffentliche Veranstaltungen folgen dem Caritas OÖ-FairJubelnLeitfaden.
  • Wir kommunizieren unser ökologisches Handeln nach innen und außen in jenen Feldern wo uns Umsetzungsschritte gelungen sind und ermutigen, selbst aktiv zu werden.
  • Wir entwickeln Messinstrumente, die unser Handeln auch nachvollziehbar machen.

Nachhaltigkeit heißt für die Caritas in Oberösterreich ökologische, soziale und wirtschaftliche zukunftsfähige Entwicklung. Der Konsum nachhaltig produzierter Lebensmittel, die Nutzung von erneuerbaren Energien oder die Verwendung von Produkten aus öko-fairen Produktionsverhältnissen tragen dazu bei, den globalen Hunger zu vermeiden und entsprechen daher dem Handeln, das es in einer sozialen und gerechten Welt braucht.

Entscheidend ist es, ganzheitliche Lösungen zu suchen, welche die Wechselwirkungen der Natursysteme untereinander und mit den Sozialsystemen berücksichtigen. Es gibt nicht zwei Krisen nebeneinander, eine der Umwelt und eine der Gesellschaft, sondern eine einzige und komplexe sozio-ökologische Krise. Die Wege zur Lösung erfordern einen ganzheitlichen Zugang, um die Armut zu bekämpfen, den Ausgeschlossenen ihre Würde zurückzugeben und sich zugleich um die Natur zu kümmern.

Papst Franziskus,
Enzyklika „Laudato Si, Juni 2015

Nachhaltigkeits-Chronik: Was wir tun

Wir übernehmen Verantwortung für unser Handeln - sozial wie ökologisch. Denn auch zukünftige Generationen sollen die Möglichkeit auf ein erfülltes Leben haben.

2007

  • Runder Tisch des Direktors am 31. Mai, Thema: „Der Global Marshall Plan und unser Auftrag zu nachhaltigem Handeln“
  • Start eines Projektteams

2008

  • Führungskräfte-Forum zum Thema: „Global Marshall Plan – Schritte zu einer gerechtern Weltordnung“

2009

  • Bewusstseinsbildung innerhalb der Organisation und Erörterung innerbetrieblicher Handlungsfelder im Rahmen des Qualitätsmanagements
  • Start einer österreichweiten Ausbildung zur EMAS-Zertifizierung für kirchliche, betriebliche Gebäude
  • EMAS-Zertifizierung des Caritas-Standortes in der Hafnerstraße 28 in Linz

Unsere erste EMAS-Zertifizierung

2009 wurde unser Standort in der Hafnerstraße 28 in Linz EMAS-zertifiziert. Ein Umweltteam arbeitet seitdem fortlaufend an weiteren ökologischen Maßnahmen.

2010

  • Seniorenwohnhaus Karl Borromäus erhält den Klimaschutzpreis von Umweltminister Nikolaus Berlakovich für die Förderung des Umstiegs auf öffentliche Verkehrsmittel

2012

  • Umstellung auf Ökostrom in einem Großteil der Einrichtungen
  • Start des Schwerpunkts „Ökologisierung des Einkaufs“ in den Caritas-Küchen, um Saisonalität, Regionalität und biologischen Einkauf zu fördern
  • Leasing eines Elektroautos als Dienstfahrzeug

2013

  • Errichtung von Fotovoltaikanlagen im Seniorenwohnhaus St. Anna, im Schüler- und Studentenwohnheim Junges Wohnen – Guter Hirte sowie in Projekten der Auslandshilfe
  • Energieeffizienzanalyse und Umstellung der Beleuchtung auf LED in den Seniorenwohnhäusern
  • Einführung des „FleischFreiTags“ im Schüler- und Studentenwohnheim Jungen Wohnen – Guter Hirte

Photovoltaik auf unserem Seniorenwohnhaus St. Anna

200 m2 an Photovoltaik liefern Sommer 2013 mehr als ein Zehntel der Energie, die unser Seniorenwohnhaus jährlich benötigt.

2014

  • Schrittweise Erhöhung des Anteils an regionalen, saisonalen, biologischen und fair gehandelten Produkten in den Küchen der Caritas
  • Umstellung der Heizung in St. Pius und in der Fachschule am Schiefersederweg auf Biomasse sowie im Seniorenwohnhaus Bad Hall auf eine Pelletsheizung
  • Vollständige Umstellung auf Ökostrom in allen Einrichtungen der Caritas OÖ
  • Förderung ökologischer Projektideen
  • Verleihung des Umweltpreises vom Land OÖ für die Nachhaltigkeits-Entwicklungen der Caritas OÖ
  • Ankauf von Dienstfahrrädern in an einzelnen Standorten

2015

  • Umstellung auf die beiden besten Energieklassen beim Austausch von Elektrogeräten
  • Erstellung des Leitfadens „FairJubeln“ für ökologische Veranstaltungen in der Caritas

2016

  • Erstellung eines Umweltleitbilds für die Caritas OÖ. Für alle Küchen werden die Nachhaltigkeitsvorgaben verpflichtend eingeführt.
  • EMAS-Zertifizierung des Pammingerhofs und des Wohnhauses Mitterndorf (invita)
  • Der Caritas-Standort in der Hafnerstraße 28 in Linz, das Haus für Mutter und Kind, der Hartlauerhof, die WEGE, invita sowie die Linzer Schulen für Sozialbetreuungsberufe werden zu Klimabündnisbetrieben
  • Jubiläumsfest „25 Jahre Auslandshilfe“ am Linzer Domplatz als Green Event

2017

  • OÖ. Umweltpreis für Nachhaltigkeitskompendium KONALE des Lerncafés Wels-Vogelweide, Nominierung für den EnergyGlobe
  • Aufstellung eines FairTeilers im Jungen Wohnen/Guter Hirte

FairTeiler im Jungen Wohnen/Guter Hirte

"Teilen statt wegwerfen", so das Motto. Von 2017 bis 2020 konnte man überschüssige Lebensmittel aus dem Kühlschrank in unserem Schüler*innen-Heim abholen.

2018

  • EMAS-Zertifizierung des Seniorenwohnhauses St. Anna
  • Begleitung eines energiebewussten Bauprozesses nach Passivhaus-Standard des Sozialzentrums der Caritas Alba Iulia in Tirgu Mures
  • Errichtung eines mit Sonnenstrom betriebenen Sanitärhauses für das Kindererholungsheim Jigodin im Osten Rumäniens durch Schüler*innen der HTL1 Bau und Design Linz

2019

  • Start des Projekts „SoFair“ in Kooperation mit Klimabündnis zur Ökologisierung der Küchen und Dienstbekleidung
  • Entwicklung einer Mobilitätsstrategie für die Caritas Oberösterreich
  • EMAS-Zertifizierung des Seniorenwohnhauses St. Elisabeth
  • Thermische Gebäudesanierungen in St. Pius
  • Aufstellen von Nistkästen und Insektenhotels in St. Pius und St. Isidor
  • Anlegen einer Bienenweide in St. Isidor

Wiederaufforstung nach Pilzbefall

Aus Sicherheitsgründen mussten wir einige Bäume entfernen. ür jeden Baum, den wir fällen mussten, setzten wir zwei junge Bäume .

2020

  • Green Energy & Nutrition: Start des ersten CO2-Kompensationsprojekt der Caritas in Uganda in Kooperation mit BOKU Wien
  • Errichtung einer Photovoltaik-Anlage in St. Pius (jährliche Einsparung: ca. 50 Tonnen CO2)
  • Aufforstung mit 90 Bäumen an verschiedene Caritas-Standorten

2021

  • SO:FAIR-Projektabschluss. Dienstkleidung und Lebensmittel in Seniorenwohnhäusern wurden auf ihre ökologischen Standards hin analysiert. 
  • Anschaffung von drei E-Autos für das Kompetenzzentrum für Hör- und Sehbildung
  • Ankauf von 16 E-Bikes