Caritas wirkt für Menschen in Not

Armut in Oberösterreich – sie ist meist nicht sichtbar, bleibt im Verborgenen. Und trotzdem wohnt sie oft direkt in unserer Nachbarschaft. Dort, wo ein Mann, eine Frau verzweifelt ist und nicht mehr aus noch ein weiß. Sie sind an der Schattenseite des Lebens angekommen und sehen kein Licht mehr.

Mit verschiedenen Einrichtungen stehen wir jährlich tausenden Menschen ein Stück zur Seite und sorgen dafür, dass es in ihrem Leben wieder heller wird.  Zum Beispiel in unseren 12 Caritas-Sozialberatungsstellen, die gemeinsam mit den Menschen einen langfristigen Weg aus der Krisensituation suchen. Zur Überbrückung der akuten Notlage wird auch finanzielle Unterstützung geleistet.  Obdachlosen Menschen bieten wir mit verschiedenen Einrichtungen und Projekten  Zuflucht, medizinische Versorgung und die Möglichkeit, neue Perspektiven zu entwickeln. Flüchtlinge erhalten Unterkunft und Grundversorgung während ihrem Asylverfahren. Darüber hinaus unterstützen wir mit Integrationsprojekten das Zusammenleben in Oberösterreich.

So helfen wir - in Zahlen (Jahr 2020)

12.204

Menschen

wurden in Oberösterreich durch die Caritas-Sozialberatung unterstützt

1.532

Obdachlose Menschen

erhielten Rat und Hilfe

1.500

Asylwerber*innen

wurden in der Grundversorgung betreut

Help-Mobil

bietet medizinische Notversorgung für obdachlose Menschen

Mobile Basisversorgung für obdachlose und nicht versicherte Menschen

Ich glaube, viele schämen sich dafür, dass sie auf der Straße leben und sie kommen nur, wenn es ihnen wirklich schlecht geht. Mich interessiert schon, was dahinter steht. Es sind oft wirklich Dramen dahinter, es sind viele psychiatrische Erkrankungen wahrscheinlich, sind dann natürlich auch Alkohol und Drogen, aber letztendlich kann das jedem von uns passieren, dass wir plötzlich auf der Straße sitzen.

Dr.in Andrea Zeizinger,
Anästhesistin

Hilfe in der Sozialberatung

für Menschen in Krisensituationen

Beratung und Hilfe für Menschen in existentiellen Notsituationen 

Vorige Woche ist eine junge Frau zu mir gekommen, Mutter von zwei kleinen Kindern. Die ist von einem Tag auf den anderen von ihrem Lebenspartner verlassen worden. Sie war natürlich sehr verzweifelt, weil sie nicht mehr gewusst hat, wie kann sie die Wohnung finanzieren, wie kann sie überhaupt ihr Leben bestreiten. Da geht es darum zuerst einmal zu schauen, welche Ansprüche sie hat und dann auch mit ihr Perspektiven zu erarbeiten.

Mag. Günther Fischinger,
Sozialberatungsstelle Wels

Krisenwohnungen

Unterkunft für Menschen in Notlagen

Unbürokratisches Wohnangebot für Menschen, die von Obdachlosigkeit betroffen sind 

Du kannst dich nicht komplett gehen lassen. Du versinkst nicht in ein Loch, wo dir keiner raus hilft, sondern es ist immer wieder jemand da, der mal kommt und sagt: das wäre zu machen oder das wäre noch eine Möglichkeit und gibt dir wieder Mut und ein bisschen Antrieb. Nächstes Ziel ist eine langfristige Wohnung und eine Arbeit, ein normales Leben einfach, so normal leben wie möglich.

Nicole,
Bewohnerin einer Krisenwohnung

Haus für Mutter und Kind

für Frauen in Krisensituationen und ihre Kinder

Wohnraum und Unterstützung für Mütter und ihre Kinder 

Da geht’s um ihre Ziele, um ihre Themen, eigentlich um die Gründe, warum sie in die Situation gekommen ist, dass sie uns braucht und wie sie es schaffen kann, damit sie uns nicht mehr braucht. Das kann natürlich sehr unterschiedlich sein. Hauptthema ist ganz oft: wie komme ich mit dem Geld, das ich zur Verfügung habe, aus? Wie komme ich überhaupt zu einem Einkommen? Viele wissen gar nicht, welche rechtlichen Ansprüche sie haben. Und auch: wie kann ich mit dem Geld meine Kinder und mich versorgen und trotzdem etwas ansparen für die eigene Wohnung später dann?

Lisa Maria Hörtenhuber, MA,
Sozialarbeiterin

Wirkungsberichte

Eine Frau sitzt telefonierend am Arbeitsplatz vor dem Computer
Das letzte Auffangnetz

Die Zeiten von Corona und Abstand-Halten sind nicht einfach – für keinen und keine von uns. Für manche Menschen sind sie noch ein bisschen schwieriger – Menschen, die in existenziellen Notlagen sind, die nicht mehr wissen, wie sie ihre Miete bezahlen oder Lebensmittel kaufen sollen. Die 12 Caritas-Sozialberatungsstellen helfen, die akute Not zu überbrücken.

 

Nur ein Autodach über dem Kopf

Nach der Trennung von ihrem Mann und dem Verlust ihres Jobs beschloss Roswitha Sasima der Oberpfalz den Rücken zu kehren. In ihrer früheren Heimat Linz wollte sie einen Neuanfang wagen. Dass sie dabei auf der Straße landete, hätte die Mutter von vier erwachsenen Kindern nie gedacht. Mit Willenskraft, der Caritas und anderen Organisationen des Obdachlosen-Netzwerkes schaffte sie den Weg zurück in eine Wohnung, einen Job und zu ihrer großen Liebe,…

Ein Platz zum Ankommen

Wer auf der Straße lebt, braucht immer wieder einen sicheren Rückzugsort. Wer eine Wohnung hat, aber keine sozialen Kontakte, braucht Gesellschaft. FRIDA bietet Frauen beides – einen geschützten Raum, in dem Frau einfach Frau sein kann und bekommt, was sie sucht: Ruhe, Rückhalt oder Rat.