Haussammlung für Menschen in Not in OÖ

„Helfen ist größer als wegschauen“ lautet das Motto, unter dem heuer wieder viele ehrenamtliche HaussammlerInnen aus den Pfarren unterwegs sind. Sie gehen - unter Einhaltung der geltenden Hygiene- und Abstandsvorschriften - von Tür zu Tür um Spenden für OberösterreicherInnen in Not zu sammeln.

Helfen wir in der Krise zusammen

Die Corona-Krise bleibt für uns auch weiterhin eine gewaltige Herausforderung. Für viele hat sich die Situation im Vergleich zum ersten Lockdown nochmals deutlich verschärft, viele Menschen in Oberösterreich sind jetzt in einer Notlage. Sei es durch Arbeitslosigkeit, Einkommensverluste oder weil sie sich schon in Vor-Corona-Zeiten in existenziellen Krisen befanden. Es geht um Menschen, die verzweifelt vor einem leeren Kühlschrank stehen. Menschen, die ihren Arbeitsplatz verloren oder Angst davor haben, ihre Wohnung zu verlieren. Oder um Menschen, die obdachlos sind. Sie brauchen unsere Solidarität.

Meine Spende für Menschen in Not in Oberösterreich

Für diese Menschen werden die nächsten Wochen und Monate weiterhin mit zusätzlichen Sorgen und Ängsten verbunden sein. Das macht sich in den Caritas-Beratungsstellen bemerkbar. Es melden sich noch mehr Betroffene als vorher, die Hilfe brauchen, weil sie ihren Lebensunterhalt nicht bestreiten können. Sie sind mehr denn je auf die Solidarität aller OberösterreicherInnen angewiesen.

So hilft die Caritas

In unseren Projekten stehen Caritas-MitarbeiterInnen Menschen in Not auch in diesen herausfordernden Zeiten mit Rat und Tat zur Seite.

  • In 12 Caritas-Sozialberatungsstellen helfen wir Menschen, die in eine Notsituation geraten sind,  mit Lebensmittelgutscheinen, Kleidung, Zuschüssen für Strom und Heizung sowie umfassender Beratung
  • Im Tageszentrum Wärmestube finden obdachlose oder von Obdachlosigkeit bedrohte Menschen eine Anlaufstelle und bekommen gegen geringes Entgelt eine warme Mahlzeit, können duschen und Wäsche waschen.
  • Mit dem Help-Mobil, unserer medizinischen Hilfe auf vier Rädern in Linz, versorgen wir obdachlose Menschen und Personen ohne Sozialversicherung medizinsch, führen Beratungsgespräche und geben warme Kleidung, Schlafsäcke, Jause, etc. aus.
  • In den Krisenwohnungen der Caritas finden Menschen in Wohnungsnot sein vorübergehendes Zuhause sowie Rat und Hilfe.
  • In den Lerncafés der Caritas in Linz, Marchtrenk, Steyr, Vöcklabruck und Wels werden Schulkinder aus sozial benachteiligten Familien beim Lernen unterstützt.
  • Im Haus für Mutter und Kind in Linz finden Schwangere und Mütter mit ihren Kindern vorübergehend ein neues Zuhause und bekommen die Chance bekommen, ihr Leben neu zu ordnen.

Sie haben aus einem „Die nächsten zwei Monate sind nicht zu bewältigen“ ein „Ich kann durchatmen“ gemacht – was eine immense Hilfestellung für meine derzeitige psychische Verfassung ist. Sie haben also nicht bloß eine Rechnung beglichen, sondern mein Leben etwas friedlicher und aushaltbarer gemacht. Danke! Aus tiefstem Herzen.

Herr K.,
Klient in der Caritas Sozialberatung

148

Schulkinder

aus sozial benachteiligten Familien wurden beim Lernen in den Lerncafés unterstützt.

12.204

Menschen

in Notsituationen erhielten in einer der 12 Sozialberatungsstellen Unterstützung.

43

Mütter und Kinder

haben im Haus für Mutter und Kind die Chance bekommen, ihr Leben neu zu ordnen.

302

Menschen

ohne Sozialversicherung wurden im Help-Mobil in Linz medizinisch versorgt.

28

Obdachlose

konnten ihre Erkrankung statt auf der Straße im Krankenzimmer der Caritas auskurieren.

16

Personen

(davon 7 Kinder) haben in unseren Krisenwohnungen ein vorübergehendes Zuhause gefunden.

In der Caritas Wärmestube

ein Rückzugsort für obdachlose Menschen

Im Tageszentrum Wärmestube finden Personen mit finanziellen, psychischen und/oder sozialen Problemen eine Anlaufstelle.

Das erste Mal bin ich mit der Wärmestube in Kontakt gekommen, wie ich zurückgekommen bin von Salzburg, weil ich momentan keine Wohnung gehabt habe. Und dann habe ich gesagt, ok, billiges Essen, da kann ich mich duschen gehen - und seitdem komme ich regelmäßig her.

Manfred,
Besucher der Wärmestube

Unterhalten, Kaffee trinken, mit den Leuten reden...einfach nicht alleine sein.

Wolfgang,
Besucher der Wärmestube

Help-Mobil

unterwegs für obdachlose Menschen

Mobile medizinische Basisversorgung

Wir bieten medizinische Grundversorgung für Menschen, die es sich sonst nicht leisten können, die keinen Versicherungsschutz haben oder die wohnungslos sind.
Wir sind ganz besonders froh, dass wir in dieser Zeit auch fahren dürfen, dass wir für unsere KlientInnen da sind, dass wir sie unterstützen und dass wir ihnen Informationen geben können, die jetzt wichtig sind zum Thema Corona.

Christian Koschka,
Teamleiter Help-Mobil

Hilfe in der Sozialberatung

für Menschen in Krisensituationen

Beratung und Hilfe für Menschen in existentiellen Notsituationen 

Es gibt wirklich viele Gründe, warum die Leute zu uns kommen. Es fängt an bei Arbeitsunfähigkeit, Schulden, Krankheiten aber auch Todesfälle - lauter Kombinationen, wo dann die Leute in existenzielle Notlagen reinfallen.

Michael Felder,
Sozialarbeiter in der Sozialberatung

Krisenwohnungen

Unterkunft für Menschen in Notlagen

Unbürokratisches Wohnangebot für Menschen, die von Obdachlosigkeit betroffen sind 

Du kannst dich nicht komplett gehen lassen. Du versinkst nicht in ein Loch, wo dir keiner raus hilft, sondern es ist immer wieder jemand da, der mal kommt und sagt: das wäre zu machen oder das wäre noch eine Möglichkeit und gibt dir wieder Mut und ein bisschen Antrieb. Nächstes Ziel ist eine langfristige Wohnung und eine Arbeit, ein normales Leben einfach, so normal leben wie möglich.

Nicole,
Bewohnerin einer Krisenwohnung

Help-Mobil

Medizinische Basisversorgung für obdachlose Menschen.

Zwei mal die Woche an verschiedenen Standorten in Linz.

Das Help-Mobil ist ursprünglich gegründet worden, weil wir gemerkt haben, dass es im Obdachlosenbereich viele Menschen gibt die entweder keinen Versicherungsschutz haben, oder die zwar versichert sind, aber aus Scham oder anderen Schwierigkeiten es nicht schaffen zum Arzt zu gehen.

Michaela Haunold,
Caritas Projektleitung Help-Mobil

FRIDA hilft

Können Sie sich vorstellen wie es ist auf der Straße zu leben?

 Nein? Roswitha Sasima kann es rückblickend auch nicht mehr, obwohl sie mehrere Monate obdachlos war.

Wenn ich damals die FRIDA nicht gehabt hätte, hätte ich nicht gewusst wo ich hingehen soll.

Roswitha Sasima,
Airbrush-Künstlerin und ehem. Obdachlose

Meine Spende für Menschen in Not in Oberösterreich

HaussammlerInnen erzählen