Eine Zukunft ohne Hunger


Weltweit leiden 690 Millionen Menschen an chronischem Hunger. Satt zu sein ist also für jeden und jede Neunte dieser Welt ein seltenes oder sogar unbekanntes Gefühl.

Durch die Corona-Krise hat sich die Lage in den ärmsten Ländern der Welt zugespitzt. Besonders davon betroffen sind Kinder. Jedes 3. Kind in Afrika ist chronisch unterernährt.

Um ihre Ernährung zu sichern, unterstützen wir Ernährungsstationen für unterernährte Babys und Kleinkinder und geben in Armenküchen, Schulausspeisungen und Tageszentren Kindern eine warme Mahlzeit.

Zentrales Anliegen ist uns aber, die Ernährung der Menschen langfristig zu sichern. Hier liegen die Schwerpunkte unserer Arbeit vor allem in den Bereichen Landwirtschaft und Verbesserung der Wasserversorgung.

Unsere Hilfe im Jahr 2020:

1.293

Kinder

wurden mit insgesamt 94.052 warmen Mahlzeiten in der DR Kongo, Rumänien, Russland, Serbien und Weißrussland versorgt.

4.259

kg Saatgut

wurde an Bauernfamilien in der DR Kongo verteilt.

2.712

Babys & Kleinkinder

wurden im letzten Jahr in Ernährungsstationen in der DR Kongo gesund gepflegt.

1.972

Menschen

auf dem Land erhielten in Rumänien, Bosnien-Herzegowina und Weißrussland Nutzpflanzen und -tiere.

20.000

Menschen

wurde in der DR Kongo durch 12 Brunnen und Quellen der Zugang zu sauberem Wasser ermöglicht.

1.975

Familien

erhielten in Weißrussland mit der Winternothilfe Lebensmittel, Kleidung und Heizmaterial

Projekte zur Ernährungssicherung

Essen macht groß und stark - DR Kongo

In sechs Ernährungsstationen in Armenvierteln und Vororten von Kinshasa werden unterernährte Babys und Kleinkinder gesund gepflegt. Die Kleinen werden mit einem Spezialbrei gefüttert, der aus Öl, Zucker, Erdnüssen und Soja besteht. Wenn die Kinder schwer unterernährt sind, können die Mütter mit ihnen bis zu einem Monat in der Ernährungsstation bleiben. Die Kleinen erhalten therapeutische Milch und werden bei Bedarf mit Medikamenten versorgt.

Hilfe zur Selbsthilfe für Bauernfamilien - DR Kongo

Im Zuge dieses Landwirtschaftsprojekts unterstützt die Caritas die Bevölkerung in rund 45 Dörfern in der Region Luozi bei der Bewirtschaftung des Landes. Die Bäurerinnen und Bauern erhalten verbessertes Saatgut, neue Nutzpflanzen und Schulungen über moderne Anbaumethoden, wodurch sie ihre Erträge steigern können. Zusätzlich werden sie dabei unterstützt, eine Viehzucht zu starten.

Sauberes Wasser bedeutet Leben - DR Kongo

In der D.R. Kongo stellt die Versorgung der Bevölkerung mit Trinkwasser ein großes Problem dar. Jedes zehnte Kind im Kongo stirbt infolge von Erkrankungen, die auf schmutziges Wasser zurückzuführen sind. In zwei Diözesen im Südosten des Landes werden daher Brunnen saniert und Quellen instand gesetzt. Diese baulichen Maßnahmen werden von umfangreichen Maßnahmen zur Bewusstseinsbildung begleitet.

Ein Bub löffelt Suppe.
Suppe gegen den Hunger - Weißrussland

Valentina löffelt fröhlich ihre Suppe. Gemeinsam mit anderen Schulkindern kommt sie täglich nach der Schule ins Kinderzentrum in Grodno, einer Stadt im Nordwesten Weißrusslands. Hier bekommt die Achtjährige eine kostenlose warme Mahlzeit. Denn die Kinder, die das Kinderzentrum besuchen, stammen aus armen Verhältnissen.

Warme Mahlzeiten für die Ärmsten - Serbien

Die Armenküche in Senta, einer 25.000 EinwohnerInnen-Stadt in Serbien, versorgt täglich bedürftige, alleinstehende Menschen und kinderreiche Familien in insgesamt sieben Ausgabestellen in Sozialzentren, Kinder aus armen Familien in drei Schulen und ältere Menschen in einem Tageszentrum mit einem warmen Essen. Für viele ist diese Caritas-Ausspeisung die einzige Chance, wenigstens einmal täglich zu einer warmen Mahlzeit zu kommen.

Winternothilfe - Weißrussland

Im Rahmen der Winternothilfe machen sich Caritas-MitarbeiterInnen in entlegene Dörfer Weißrusslands auf. Sie versorgen bedürftige Menschen mit lebensnotwendigen Dingen wie Lebensmitteln, Bekleidung, Decken, Heizmaterialien und Medikamenten. Viele kinderreiche Familien, alleinstehende ältere Menschen und Familien mit beeinträchtigten Kindern können den Winter nur dank der Hilfe aus Oberösterreich überstehen.

Patenschaft für eine Zukunft ohne Hunger

Das Besondere an unserer Arbeit ist, dass neue landwirtschaftliche Techniken vermittelt werden, die die Bauern auch nach Projektende anwenden können. Durch die jahrelangen, intensiven landwirtschaftlichen Schulungen und die laufende Begleitung der Agrartechniker der örtlichen Caritas sollen die Familien langfristig auf eigenen Beinen stehen.

Mag.a Andrea Fellner,
Auslandshilfe-Referentin in der DR Kongo