Wie man mit wenig Aufwand anderen eine große Freude bereiten kann, zeigen die Kund*innen am Caritas-invita-Standort Pamingerhof in St. Aegidi vor. Seit neuestem werden in der Kreativwerkstatt Briefe an „einsame Herzen“ geschrieben. Melden können sich nicht nur invita-Kund*innen, sondern auch Menschen, die gerne eine liebevoll gestaltete Post bekommen möchten.
Die Idee hat Gabi Fischer, Bewohnerin in Eschenau, und Teilnehmer*in der Kreativwerkstätte am Pamingerhof, von einem Kuraufenthalt in Enns mitgebracht. Rasch waren ihre Kolleg*innen Feuer und Flamme. Nach einem intensiven Brainstorming kristallisierte sich aus 30 Vorschlägen der klingende Name „Briefgeflüster“ für das neue Projekt heraus.
An den invita-Standorten in ganz Oberösterreich wurde publik gemacht, dass sich jeder, der gerne Post erhält, bei Silvia Laukotter, Leiterin der Kreativwerkstatt, unter der E-Mail silvia.laukotter(at)caritas-ooe.at melden kann. Ein kleiner Steckbrief, in dem Hobbys und Interessengebiete stehen, hilft den Briefschreiber*innen bei ihrer Botschaft.
Bereits erste Brieffreundschaften entfacht
Mehr als ein Dutzend Interessierte gibt es bereits. Briefe wurden schon hin und her geschickt und die ersten Brieffreundschaften sind daraus entstanden. Dabei wird jedes Wort mit Bedacht und Herzblut geschrieben. Gemeinsam denken die fünf Kund*innen darüber nach, welche selbstgemachte Karte zu wem passt und worüber sich der Adressat freuen würde.
„Es sind Geschichten aus unserem Alltag, die wir schreiben, natürlich mit Bezug zum Interessengebiet“, erzählt Fischer. Sie schreibt auch selbst Briefe vor, die Silvia Laukotter dann in Reinschrift zu Papier bringt. „Es ist eine großartige Idee, die unseren Kund*innen Spaß macht und auch bei den Adressaten viel Freude erzielt. Wir haben eigens ein Pickerl mit der Aufschrift ,Briefgeflüster‘ gemacht, damit die Empfänger gleich wissen, woher die Post kommt“, sagt Laukotter.
Überraschungsmoment inbegriffen
Mit der ganz persönlichen Post sorgen die Kreativen vom Pamingerhof aber auch für das eine oder andere Überraschungsmoment, so haben sie bereits eine ehemalige Mitarbeiterin, die jetzt in Wien wohnt, mit einer „federleichten“ Botschaft erfreut. Auch die Shuttledienst-Fahrerin, die die Kund*innen vom Wohn- zum Arbeitsort bringt, staunte nicht schlecht, als sie ein Brieflein mit einer hübschen Karte nach Hause bekommen hat.
„Es ist eine schöne Beschäftigung, eine Schreibübung und vor allem öffnen die liebevoll gestalteten und geschriebenen Briefe Türen“, ist Laukotter überzeugt. „Es ist schön anderen eine Freude zu bereiten und die Einsamkeit ein Stückchen kleiner zu machen“, betont Gabi Fischer.
