Drei Männer sprechen miteinander vor einer Pinwand und einem Plakat. Auf dem Plakat steht "Industrie und Produktion" drauf.

Arbeiten, informieren, austauschen: Großes Interesse beim IB-Frühstück

Im Oktober gab es in St. Pius ein ganz besonderes Treffen: 
das Infofrühstück zur Integrativen Beschäftigung (IB). 

Viele Menschen der Caritas-Standorte St. Pius, Andorf und Neumarkt kamen zusammen:

  • Menschen, die bereits integrativ beschäftigt in Betrieben arbeiten
  • IB-Begleiter*innen
  • Interessierte aus der Fähigkeitsorientierten Aktivität und aus dem Wohnbereich

Es gab köstliche Aufstrichbrote und Getränke. 
Diese wurden von Beschäftigten der Integrativen Beschäftigung selbst zubereitet.

An verschiedenen Infoständen konnten man Fragen stellen:
Hier konnte man erfahren, welche Arbeitsplätze es gibt, 
was man dafür können muss und 
wie der Weg von der Fähigkeitsorientierten Aktivität (FA) in die IB aussehen kann.

Man konnte auch Tätigkeiten direkt ausprobieren. 
Zum Beispiel zeigten zwei integrativ beschäftigte Mitarbeiterinnen 
aus der Wäscherei St. Pius das Zusammenlegen von Wäsche.

Warum gab es das Frühstück?
Sonja Goldberger leitet das Team der IB-Einzelarbeitsplätze 
und hatte die Idee zu dem Treffen. Sie erklärt:
„Wir wollen den Menschen aus der FA Mut machen und die Freude zeigen, 
die Menschen in der Integrativen Beschäftigung haben. 
Das soll andere anstecken. 
Menschen aus der FA sollen sehen, was alles möglich ist 
und es direkt von ihren Kolleg*innen aus der IB erklärt bekommen. 
Wir Caritas-Mitarbeiter*innen schauen genau: 
Was macht jemand gerne? Und dann suchen wir die passende Arbeit.“

Das erzählten die integrativ Beschäftigten über ihre Arbeit:
Besonders wertvoll war der Austausch mit Menschen, 
die bereits in Firmen arbeiten. 
Sie erzählten stolz von ihren Erfahrungen und beantworteten viele Fragen.

David Riedl arbeitet bei der Firma Leitz:
„Ich bin schon seit ein paar Jahren bei der Firma Leitz. 
Ich wasche dort Sägeblätter und staple sie genau. 
Ich muss auch die Sägen einölen, wenn sie aus dem Ofen kommen. 
Mir gefällt das Team dort sehr gut. Die Arbeit macht mir Spaß!“

Alexander Grassner arbeitet beim Eurospar in Peuerbach und berichtete: 
„Ich staple Bierkisten und betreue den Pfand-Automaten. 
Auch leere Kartons presse ich zusammen. 
Das Team im Geschäft ist sehr nett. 
Einmal in der Woche kommt Petra von der Caritas vorbei und schaut, ob ich etwas brauche.“

Auch Johannes Wollersberger erzählte begeistert von seiner Arbeit bei der EV Group:
„Ich gebe dort Schrauben in kleine Sackerl. 
Mir gefällt es gut und wir haben viel Spaß. 
Ich bin richtig stolz, dass ich in so einer großen Firma arbeite.“

Jasmin Stangl arbeitet in einer Sonderschule und im Altenheim:
„Ich bin einmal pro Woche in der Schule in Schärding und helfe den Kindern beim Lesen. 
Die Kinder freuen sich immer auf mich! 
Im Altenheim in Andorf spiele und rede ich mit den Menschen. 
Sie erzählen viel von früher. Das ist sehr spannend.“
Sonja Goldberger ergänzt: „Jasmin ist sehr beliebt und hat so viel Geduld!“

Lena hilft auf dem Gnadenhof AnimalSpirit:
Lena arbeitet bei jedem Wetter draußen mit vielen verschiedenen Tieren. 
Ihr Lieblingstier ist der Esel. 
IB-Begleiterin Isolde berichtet mit einem Lächeln: 
„Lena ist eine echte Eselflüsterin. Die Esel hören ganz besonders gut auf sie.“

Auch die Caritas bietet eigene Plätze an
Nicht alle arbeiten in externen Firmen. 
Die Caritas bietet auch eigene Plätze an, 
zum Beispiel in der Grünraumpflege.
Dort pflegen Gruppen gemeinsam den Garten. 
Sie mähen Rasen, sammeln Obst oder schaufeln im Winter Schnee. 
Das ist eine große Hilfe für alle.

Michael Wilhelm, Interessenvertreter und Mitglied der Inklusiven Redaktion, ist vom IB-Frühstück überzeugt:
„Info-Veranstaltungen sind wichtig für alle Menschen, 
die sich für integrative Arbeitsplätze in Firmen interessieren.
Denn dort erfahren alle Teilnehmer*innen das Neueste 
über die Angebote in der Integrativen Beschäftigung.
Deshalb soll es einmal im Jahr so ein Frühstück geben. 
Es ist auch wichtig, dass die Interessenvertretungen dabei sind. 
Dadurch können sie Menschen aus den FAs informieren, 
die nicht beim IB-Frühstück dabei waren.“

Mut, neue Wege zu gehen
Das IB-Frühstück zeigte, 
wie vielfältig die Möglichkeiten der Integrativen Beschäftigung sind. 
Es macht Mut, neue Wege auszuprobieren, eigene Stärken zu entdecken 
und erste Schritte in Richtung Arbeitswelt zu gehen.