Elisabethsammlung 2021

Wir helfen, wo Corona Armut hinterlässt


Die Corona-Krise ist nicht vorbei. Ein ungewisser Winter steht vor der Tür und Corona hat Spuren hinterlassen. Viele haben eine belastende Zeit hinter sich, vielleicht eine*n Angehörige*n verloren, mussten zurückstecken. Viele hat Corona aber auch in die Armut getrieben oder diese noch weiter verschärft. Dank der großen Solidarität zahlreicher Spender*innen im Jahr 2020 konnten wir tausenden Menschen über die Runden helfen. Doch gerade jetzt, wo private Reserven oft aufgebraucht sind und staatliche Unterstützungen auslaufen, werden die sozialen und wirtschaftlichen Auswirkungen der Pandemie noch sicht- und spürbarer.

Auch in dieser Zeit ist die Caritas für Menschen in Not da. Wir helfen dort, wo Corona Armut hinterlässt. Dazu braucht es besonders heuer wieder die Unterstützung aus den Pfarren.

„Bestehende“ Armut bekämpfen, „neue“ Armut verhindern

Unsere Hilfe betrifft nun nicht nur jene armutsbetroffenen Menschen in Österreich, denen wir in den letzten Jahren in Notlagen oft geholfen haben: Alleinerzieher*innen, Frauen, einkommensschwache Familien mit mehreren Kindern, Mindestpensionist*innen, langzeitarbeitslosen Menschen, Menschen ohne Wohnung oder Menschen mit Migrationshintergrund. Die Krise ist für diese Menschen besonders schwer. Denn, wenn man ohnehin jeden Euro umdrehen muss, gibt es keinen Spielraum für unerwartete, zusätzliche Ausgaben wie zum Beispiel für Laptops oder Schreibtische im Home-Schooling und -Office oder für ungeplante Arztrechnungen und Medikamente.

Doch seit Corona hat die Armut auch ein neues Gesicht, nämlich jenes von Einzelunternehmer*innen und jungen Menschen, die von Einkommensverlusten betroffen waren und sind, Kulturschaffende, Gastronom*innen, Leiharbeiter*innen, die ohne finanziellen Puffer oder soziales Umfeld durch die Krise schlitterten. Auch Menschen, die früher angestellt waren und in der unerwarteten Arbeitslosigkeit nur noch die Hälfte ihres bisherigen Einkommens erhalten, kommen mit ihren Ausgaben nicht mehr nach und rutschen plötzlich in die Armut.

Armut ist plötzlich ein Begriff, der das nähere Umfeld betreffen kann, Freund*innen und Familie, Nachbarn und Kolleg*innen. Die Not, die Armut mit sich bringt, ist in diesen Fällen auf den ersten Blick gar nicht sichtbar und dennoch ist sie in der Mitte der Gesellschaft angekommen.

Frauen besonders armutsbetroffen

Frauen sind dabei eine besonders betroffene Gruppe. Schon vor der Corona-Krise waren mehr Frauen als Männer armutsbetroffen oder -gefährdet. Laut AMS beziehen Frauen weniger Arbeitslosgengeld als Männer. Das hat unterschiedliche Gründe wie zum Beispiel vermehrte Teilzeit-Tätigkeiten oder durch den Gender-Pay-Gap bedingtes geringeres Einkommen. Außerdem arbeiten Frauen vermehrt in Branchen, die besonders durch die wiederholten Lockdowns eingeschränkt waren: zum Beispiel Handel, Gastgewerbe, Tourismus. Auch in unseren Sozialberatungsstellen kommen mehr Frauen als Männer, um Hilfe zu holen. Darunter viele Alleinerzieherinnen, die oft in finanzielle Not geraten, weil auf einmal kein Unterhalt mehr gezahlt wird oder sie ihre Lebenskosten nach einem Jobverlust nicht mehr decken können. Sie kommen auch, weil sie Gewalt erfahren haben oder sich die Kinderbetreuung finanziell nicht mehr ausgeht.

Am meisten Hilfe wird bei Lebensunterhalt und Wohnen gebraucht

Armut ist deshalb so tückisch, weil sie oft nicht gleich ersichtlich ist, dennoch die betroffenen Menschen sozial ausschließt und weitreichende Auswirkungen auf die Lebensrealität hat. Viele wenden sich jedoch erst an die Caritas, wenn die Not wirklich existentiell wird. Menschen suchen Hilfe, weil sie die Kosten des Alltags nicht mehr bezahlen können: Mieten, Energiekosten und Lebensmittel. Wenn die Mietrückstände zu groß werden und Delogierung droht. Geldsorgen, Einsamkeit, Scham und nicht zu wissen, wie man den nächsten Monat überstehen soll, verschärfen die psychische Belastung, die die Corona-Zeit ohnehin mit sich bringt. Viele Menschen sind erschöpft.

Wir helfen jenen, die in Not geraten sind:

  • Wir helfen armutsbetroffenen Menschen weiterhin, die schon vor Corona zu wenig hatten. Hier geht es um das Notwendigste: Existenzsicherung, Lebensmittelhilfe und -gutscheine, Energieversorgung, Beratung, Wohnungssicherung.
  • Wir helfen Frauen und armutsgefährdeten Familien, die die Corona-Krise noch stärker in die Not getrieben hat.
  • Wir helfen jenen, die bisher keine finanziellen Sorgen kannten und durch die Krise plötzlich armutsgefährdet sind. Sie brauchen unsere Unterstützung. Denn: Viele private Reserven sind jetzt erschöpft.
Die Caritas hilft in Oberösterreich…


... im Haus für Mutter und Kind und in Krisenwohnungen in Linz oder im Hartlauerhof in Asten verzweifelten Menschen mit einer Unterkunft und gibt Hoffnung und Kraft für einen Neuanfang.

... in den Tageszentren Wärmestube und FRIDA wohnungslosen und von Wohnungslosigkeit bedrohten Menschen mit einer Anlaufstelle sowie einem Regenerations- und Rückzugsort.

... in 15 Sozialberatungstellen, wo sie Menschen in Notlagen mit Beratung und finanzieller Überbrückungshilfe zur Seite steht.

... in sechs Caritas-Lerncafés Schüler*innen aus sozial benachteiligten Familien mit kostenloser Lern- und Nachmittagsbetreuung, damit sie den Schulabschluss schaffen können.

... im Help-Mobil, wo obdachlose Menschen und jene, die keine Krankenversicherung haben, medizinisch und mit warmer Kleidung, Schlafsäcken und Decken versorgt werden.


Das bewirkt Ihre Spende:

Mit 33 Euro ermöglichen Sie einer Mutter und ihren Kindern eine Nacht im Mutter-Kind-Haus.
Mit 40 Euro finanzieren Sie einen Wocheneinkauf für eine*n Alleinerzieher*in.
Mit 50 Euro unterstützen Sie Menschen, die jetzt vor einer Delogierung stehen oder denen eine Stromabschaltung droht, um in den nächsten Monaten über die Runden zu kommen.

 

Wir bitten Sie, sich besonders heuer in dieser weiterhin schwierigen und herausfordernden Zeit in Ihrer Pfarre mit der Elisabethsammlung für Menschen in Not in Oberösterreich einzusetzen!

Materialien zur Elisabethsammlung

Spendenkonto
  • Caritas Oberösterreich
  • BANK: RLB OÖ
  • IBAN: AT203400000001245000
  • BIC: RZOOAT2L