Serbien

Ferne Nachbarn


Serbien ist ein Nachfolgestaat des ehemaligen Jugoslawien und ist noch immer von den Folgen des Krieges beeinflusst. Das heutige Serbien (ohne Montenegro und ohne Kosovo) hat etwa 7 Millionen EinwohnerInnen. In dieser Zahl enthalten sind ca. 230.000 Flüchtlinge und Binnenvertriebene aus den früheren Kriegsgebieten (Kroatien, Bosnien-Herzegowina, Kosovo). Die politische Situation Serbiens ist heute um einiges stabiler als in der Vergangenheit, die Loslösung des Kosovo 2008 spaltet das Land jedoch politisch tief. Seit 2012 ist Serbien EU-Beitrittskandidat, ohne eine Lösung der Kosovofrage wird es aber hier keinen Durchbruch geben.

Viele gut qualifizierte und junge Leute verlassen das Land, weil sie hier keine Perspektive sehen. Die Wirtschaftslage hat sich zwar verbessert, ist aber immer noch schwierig. Mitten in Europa bekommen Schulkinder oft nur in den Armenküchen der Caritas ein warmes Mittagessen.

96

Euro

brutto erhalten SeniorInnen als Mindestpension.

32

Prozent

der Jugendlichen im Land sind arbeitslos.

470

Euro

brutto verdienen die SerbInnen durchschnittlich im Monat.

Hilfsprojekte in Serbien

Wir helfen mit diesen Projekten:

Back ma’s international - Serbien

Das Projekt Back Ma's international hat sich zum Ziel gesetzt, ökologisch und sozioökonomisch nachhaltige, an die jeweiligen lokalen Gegebenheiten angepasste Kleinunternehmen in verschiedenen Regionen zu implementieren. Gemeinsam mit lokalen Partnern wird daher eine Bäckerei mit Kaffeehaus in der nordserbischen Stadt Subotica eröffnet. Dort können benachteiligte Jugendliche eine Lehre absolvieren.

Warme Mahlzeiten für die Ärmsten - Serbien

Die Armenküche in Senta, einer 25.000 EinwohnerInnen-Stadt in Serbien, versorgt täglich bedürftige, alleinstehende Menschen und kinderreiche Familien in insgesamt sieben Ausgabestellen in Sozialzentren, Kinder aus armen Familien in drei Schulen und ältere Menschen in einem Tageszentrum mit einem warmen Essen. Für viele ist diese Caritas-Ausspeisung die einzige Chance, wenigstens einmal täglich zu einer warmen Mahlzeit zu kommen.

Ansprechperson

Dr. Christoph Mülleder

Länderreferent Rumänien und Serbien